Wie wir arbeiten - im Detail betrachtet


Positive Verstärkung!
Liebevolle Konsequenz!

 

Diese Begriffe beschreiben meine tägliche Arbeit mit den uns anvertrauten Hunden und ich achte auch sehr darauf, dass alle Menschen im Umfeld, die Kontakt zu den Hunden haben, dies ebenso strikt einhalten. Zwar bilde ich mich aktuell zur Hundetrainerin bei Ziemer & Falke fort, allerdings ist von mir ein späteres Angebot einer Hundeschule nicht geplant. Sehr gerne verweise ich auf die sehr kompetente Hundetrainerin, Eva Herrmann in Ismaning. Hier ein link zu ihrer Homepage: www.abc-hundeausbildung.de

 

Meine ständige Fortbildung kommt jedem Gasthunde zugute und ich nehme mich in der täglichen Arbeit auch gerne kleineren "Baustellen" an, wie zum Beispiel einem unerwünschten Hinterherjagen von Joggern. Diese Arbeit ist in den Betreuungspreisen enthalten. Sprechen Sie mich darauf gerne an!

Unsere Spaziergänge: Mit Ruhe und Gelassenheit
 

Im Besonderen wird auf unseren Spaziergängen auf eine entspannte Atmosphäre geachtet. Die Hunde lernen, dass die Gruppe, deren Bestandteil sie sind, ihnen Ruhe und Schutz bietet. Mobbing wird strikt unterbunden und sensibleren Hunden biete ich eine sichere Basis. Alle sollen sich so wohl wie nur möglich fühlen.

Ein respektvoller und fairer Umgang mit den Hunden ist mir sehr wichtig. Wenn tatsächlich einmal ein Schimpfen notwendig sein sollte, wird dieser Konflikt für den Hund zügig von mir wieder aufgelöst, so dass für den Hund am Ende immer ein gutes Gefühl bleibt.

Leckerlis werden nur recht wenig, dafür aber gezielt als etwas Besonderes eingesetzt. So klappt ein Rückruf in unserer Gruppe fast ausnahmslos sehr gut.

Meist sind wir an der Isar oder im Englischen Garten unterwegs. Wir gehen so oft wie mögich unterschiedliche Strecken, damit keine Langeweile aufkommt.

Nach Rücksprache mit Ihnen und nach einer Eingewöhnungszeit bzw. Einschätzung durch mich können die meisten Hunde ohne Leine laufen - natürlich nur, wenn wir weit weg vom Straßenverkehr sind.

Unser Tempo ist an die Hundegruppe angepasst - jeder soll dann schnüffeln können, wenn er es möchte.

 

 

Was uns von "normalen" Hundebetreuungen unterscheidet?

Vorrangig natürlich die Betreuung ausschließlich kleiner Hunde bis ca. 12 kg in einer sehr kleinen Gruppe.

 

Leider müssen viele Hundehalter die Erfahrung machen, dass ihre Hunde, wenn sie aus der Tagesstätte nach Hause kommen, unruhig wirken bzw. unter Stress zu stehen scheinen. Der Grund hierfür findet sich häufig in der Betreuung, wie sie in vielen Hundetagesstätten bzw. -pensionen stattfindet: Die Hunde werden in großen Gruppen oftmals sich selbst überlassen und es wird nicht auf die Charaktereigenschaften der anwesenden Hunde geachtet. Man vertraut dabei darauf, dass die Hunde alles unter sich regeln und dass das Toben und Rennen die Hunde auslastet und zufrieden macht. Dabei wird ernsthaftes Mobbing leider oft fälschlich als glückliches Hundespiel gesehen, denn leider können nicht alle Dogwalker/Betreuer die Signale der Hunde richtig interpretieren.

Für viele Hunde allerdings bedeutet solch soziales Chaos in der Hundebetreuung puren Stress. Oftmals verändert sich durch regelmäßige Fremdbetreuung sogar die Art und Weise, wie ein Hund im Alltag mit Hundebegegnungen umgeht und es kann plötzlich zu angstgesteuertem bzw. aggressivem Verhalten kommen.

 

Was wir anders machen:
Auf unseren Spaziergängen dürfen natürlich alle rennen und toben, allerdings wird hierbei jegliches Mobbing, zu dem Hunde in einer Gruppe leider schon einmal neigen, unterbunden.

In der Tagesbetreuung wird außerhalb der Zeiten, in denen wir uns draußen aufhalten (über den Tag verteilt sind das mehrere Stunden) darauf geachtet, dass ein Hund, der dies möchte, jederzeit eine Rückzugsmöglichkeit findet. 
Streicheleinheiten und Beschäftigung drinnen werden von den Hunden sehr gerne angenommen, allerdings gibt es jeden Tag mehrmals Zeiten, in denen wir bewusst dafür sorgen, dass ausnahmslos alle anwesenden Hunde zur Ruhe kommen.
 

Neue Studien besagen übrigens, dass ein Hund täglich ca. 18-20 Stunden Ruhephasen haben sollte. Ausreichend Ruhephasen steigern die Lebenserwartung erheblich!

 

 

Liebevolle Konsequenz:

Mit „liebevolle Konsequenz“ bezeichne ich meinen Umgang mit allen Hunden. Immer schon habe ich meine Hunde mit ruhiger Stimme geführt und mit Worten und liebevollen Berührungen bestätigt und ihnen Nähe gegeben. Genauso aber setze ich Regeln, die befolgt werden müssen.

 

Allerdings musste auch ich lernen, hier den richtigen Mittelweg zu finden: Früher zum Beispiel wurden von mir die Hunde nie am Tisch gefüttert, sie durften nicht ins Bett und nicht auf die Couch, Bellen war gewöhnlich verboten, an der Leine durfte nicht gezogen werden und so weiter. Die Hunde waren immer außergewöhnlich brav und ich fühlte mich bestätigt. Über die Jahre allerdings habe ich gelernt, dass es gar kein solch strenges Regiment braucht und dass eine gewisse Souveränität ausreicht, um das gleiche Ziel zu erreichen - dass ich aber den Hunden dadurch mehr Lebensqualität verschaffen kann!

 

Ich erzähle Ihnen mal ein Beispiel: Ich habe also viele Jahre meine Hunde nie vom Tisch gefüttert und sie beim Essen völlig ignoriert. Bis ich mit meinem jetzigen Lebenspartner zusammen gezogen bin – plötzlich änderten sich unsere Tischmanieren: Mein Partner gab, anfangs stets begleitet von meinem Protest, den Hunden immer gerne etwas vom Tisch. Zuerst standen die Hunde vor der für sie neuen Situation, dass sie vom Tisch etwas bekamen, ohne dass sie überhaupt hingeschaut hatten. Nelly ist inzwischen verstorben, aber Biene weiß ganz genau, wie das geht: sie beobachtet meinen Partner beim Essen ganz genau und wird dafür, also für das Fixieren, von ihm durch Füttern auch noch belohnt! Mir stellen sich schon beim Beschreiben die Haare auf, aber auf mich hört hier ja niemand! *lach* Fazit ist inzwischen: Biene bettelt ihn beim Essen an, wenn auch auf einigermaßen zurückhaltende Weise, gottseidank – und ich werde von ihr beim Essen ignoriert! Na toll!
Aber, das ist das Wichtige dabei: Biene findet es super, mein Lebenspartner liebt es, so (wie er meint) angehimmelt zu werden und ich habe mich inzwischen auch etwas entspannt dabei. Also: Verbesserung der Lebensqualität für Hund und Mensch!

 

Gasthunde vom Tisch zu füttern, habe ich ihm übrigens strengstens verboten und das klappt auch gottseidank :-)

Man könnte sich fragen: Wozu eigentlich Erziehung? Ist doch nur ein kleiner Hund! Aber unerzogene Hunde können nicht nur in der eigenen Familie für unangenehme Situationen sorgen, sondern auch für Menschen im Umfeld. Wie lästig ist im Restaurant am Nebentisch ein kläffender Hund? Oder ein fremder Hund mit Matschpfoten, der einen anspringt? Jeder kennt aus eigenen Erfahrungen solche oder andere Situationen. Es ist die Aufgabe jedes Hundehalters, hier frühzeitig mit Erziehung einzugreifen – je früher, desto besser übrigens.

Nochmals zurück zu der „liebevollen Konsequenz“. Ich sehe sie als eine Art Mittelweg zwischen autoritärer und antiautoritärer (permissiver) Form der Erziehung, man sagt dazu auch autoritative Erziehung. Manche nennen die antiautoritäre Art der Erziehung auch Wattebauscherziehung. Es gibt Hundetrainer, die grundsätzlich nur die eine Form praktizieren oder nur die andere Form. Die Wattebauschfraktion und die Hard Liner. Wie inzwischen sehr viele Hundetrainer in Deutschland bevorzuge ich den Mittelweg. Es gibt hier kein grundsätzliches Richtig oder Falsch! Der Einzelfall entscheidet! Denn jede Erziehungsform hat ihre Berechtigung! Es gibt schließlich unzählige Hundecharaktere, die alle ganz unterschiedlich auf Erziehungsformen ansprechen, die in ihrem bisherigen Leben unterschiedlichste Erfahrungen gemacht bzw. für sich ganz eigene Lösungswege gefunden haben. Die Kunst ist, für jeden Hund bzw. jede unerwünschte Verhaltensform eines Hundes geeignete Wege (es gibt meist mehrere, nicht nur den einzig richtigen) zu finden, um ein dauerhaft angenehmeres Miteinander für alle Beteiligten zu erreichen. Das erhöht nicht nur die Lebensqualität der Menschen, sondern natürlich auch die der Hunde!

 

 

Lob statt Leckerlis!

Grundsätzlich bin ich nicht (mehr) der große Freund von der Erziehung mit Leckerlis. Was soll der Hund dabei lernen? Ich muss etwas nur tun, wenn mir Leckerlis vor die Nase gehalten werden? Und wenn mal kein Leckerli dabei ist, kann ich meine eigene Vorstellung von Alltagsfreuden ausleben? Meine Leute sind für mich nur noch dann interessant, wenn sie nach Leckerlis duften?


Erziehen mit Leckerlis ist einfach und bringt erst einmal schnelle Erfolge. Auf lange Sicht allerdings macht sich die Arbeit an der Bindung zwischen Hund und Mensch mehr bezahlt. Arbeiten Sie daran, dem Hund immer gedanklich ein Stück voraus zu sein. Übernehmen Sie die Richtung bei Gassigängen. Zeigen Sie Ihrem Hund, dass sie souverän sind und dass er keine Rudelführeraufgaben übernehmen muss. Das entspannt ihn und gibt ihm Vertrauen. Und er wird Spaß daran haben, mit Ihnen gemeinsam die Welt zu entdecken und Aufgaben zu lösen – und wenn es gerade nur ein einfaches „Sitz“ ist. Kurz gesagt: Machen Sie sich für Ihren Hund dauerhaft interessant!

 

Bei unserer Arbeit mit Gasthunden in der Hundebetreuung hingegen ist der Einsatz von Leckerlis manchmal sinnvoll. Gerade zu Beginn, also wenn wir uns gegenseitig erst kennenlernen, verwenden wir nach Rücksprache mit Ihnen vermehrt Leckerlis, die wir später in der Menge wieder reduzieren und dann nur noch nach dem Zufallsprinzip einsetzen, das heißt, beispielsweise nach einem normalen Rückruf gibt es plötzlich unerwartet einen Jackpot, d.h. ein ganz besonders tolles, größeres Leckerli. Unsere Hunde wissen also nie, wann es Leckerlis gibt und sind dadurch immer gut ansprechbar. Grundsätzlich aber arbeite ich sehr viel mit verbalem Lob für jedes erwünschte Verhalten und ignoriere (wenn möglich) unerwünschtes Verhalten.

 

Ich freue mich über einen Austausch zu diesen oder anderen Hunde-Themen - nehmen Sie sehr gerne Kontakt zu uns auf.

 

Ihre Tina Richter

Weitere Fotos aus der Betreuung:

Hunde-Kunde Hundepension in München Ismaning
Hunde-Kunde Hundepension in München Ismaning

Liebevolle Hundebetreuung mit ganz viel Herz - nur für kleine Hunde bis ca. 10 kg

Hundehotel/Hundepension/Hundesitter/Gassiservice/Dogwalking in Ismaning im Norden von München

 

Geprüft und genehmigt nach § 11 (1) Nr. 3 und 8a TSchG
vom Veterinäramt München in Kooperation mit dem Landratsamt München

Inh. Martina Richter

 

unser Standort in Ismaning im Norden von München (Besuche nur nach Vereinbarung):
- noch bis etwa Mitte Juli 2018: Adalperostraße 7, 85737 Ismaning
 
- ab ca. Mitte Juli 2018: Robert-Bürkle-Straße 12, 85737 Ismaning (rechts neben der Zufahrt zu McDonald's)


Telefon: 0176 - 9765 2414 (wir widmen uns natürlich viel den Hunden und sind nicht immer sofort erreichbar)

E-Mail: info ( at ) minis-muenchen . de (bitte ohne Leerzeichen und @ statt (at))

 

www.minis-münchen.de